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MJD macht Schule

Immer mehr Menschen und Länder sind von Armut betroffen und müssen ihren Alltag mit knappen Ressourcen bestreiten. Deshalb ist diese Not ein Thema für Jung und Alt. Armut und Bildung sind voneinander abhängige Themen, die in einem Kontext betrachtet und behandelt werden müssen. Die Muslimische Jugend in Deutschland e.V. (MJD) nimmt sich dieser Sache an und befasst sich in ihrer Jugendarbeit seit Ende 2009 mit dem Themengebiet Entwicklungszusammenarbeit. Sie leitet mit bundesweiten Programmen Jugendliche an und sensibilisiert sie dafür, welche Bedeutung Bildung für die Bekämpfung von Armut hat.


Bewusstseinsbildung und Kooperation 

Nach Gesprächen über eine mögliche Zusammenarbeit zur Bewusstseinsbildung bei Jugendlichen entstand zwischen der MJD und Islamic Relief Deutschland eine Kooperationsvereinbarung, um über eine Sensibilisierung hinaus die Jugendlichen zur aktiven Teilnahme bei der Armutslinderung zu motivieren. Die MJD entschied sich für die Unterstützung von zwei Schulen im Sudan. Hierbei steht im besonderen Augenmerk der MJD die Förderung von Mädchen mit diesem Schulprojekt.
Die Vereinbarung umfasste unter anderem die Renovierung von Klassenzimmern an zwei Schulen, Bereitstellung von Schulmobiliar, Verteilung von Lehrmaterialien, Fortbildung der Lehrkräfte sowie die Durchführung von Kampagnen zur För- derung der Schulausbildung von Mädchen. Außerdem beinhaltet die Vereinbarung den Besuch des Schulprojektes durch die Vertreter der MJD, um Vorort die Realisierung des Projektes zu erleben.

Die Situation im Sudan 

Das Durchschnittsalter der sudanesischen Bevölkerung liegt bei 18 Jahren, wobei die Hälfte unter 14 Jahre alt ist und die Kin- dersterblichkeit bei Kleinkindern mit unge- fähr 8,7 Prozent enorm hoch ist (Quelle: inwent). Nach Angaben der Vereinten Nationen besuchen weniger als 30 Pro- zent der Grundschulkinder die Schule. Viele Kinder müssen kilometerweite Stre- cken bis zur nächsten Schule bewältigen. Laut UNICEF besuchen 500.000 Mädchen im Grundschulalter keinen Unterricht.

Islamic Relief Worldwide ist seit 1988 im Sudan im Einsatz und leistet Nothilfe so- wie entwicklungsfördernde Hilfsmaßnah- men wie Ausbildungsmöglichkeiten für Frauen und Jugendliche, Schulen für hör- geschädigte Kinder, Gesundheitsversor- gung, Wasser- und Sanitärprojekte und Unterstützung von Waisen. Der Mangel an sauberem Trinkwasser gehört zu den größten Herausforderungen im Sudan. Is- lamic Relief schafft Zugang zu sauberem Wasser und baut Abwassersysteme in ländlichen Regionen. Die Projekte im Wasser- und Sanitärbereich konzentrie- ren sich auf den Neubau von Brunnen so- wie den Bau von sanitären Anlagen. Für Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten werden Ortsansässige ausgebildet. Auch Maßnahmen zur Einkommenssicherung und Hilfe zur Selbsthilfe gehören zu dem Tätigkeitsbereich von Islamic Relief.

Bundesweite Aktionswochen 

Im März 2010 gibt der Bundesvorstand der MJD den Start für die Schulemacher Aktionstage, wobei sich die Jugendlichen mit ihrer gesamten Kreativität dem Projekt widmen. Sie machen in ihren Lokalkreisen und regional organisierten Kursen auf die Bedürfnisse der Menschen im Sudan aufmerksam, die wiederum in ihren Gemeinden die Menschen zum Spenden aufrufen. So basteln sie beispielsweise auf einer Feierlichkeit an der Universität Düsseldorf Buttons und kleine Schultüten, singen und trommeln auf dem größten Trödelmarkt in Gelsenkirchen oder veranstalten Mädchen-Tanzabende in Heilbronn. Alle engagierten sich und waren bestrebt ein gemeinsames Ziel zu erreichen: 26.000 Euro Spenden zu sammeln, um zwei sudanesische Schulen zu unterstützen. Ein motivierendes Video auf der Homepage mit dem Titel „Keine Lust auf Schule? Die Kinder im Sudan schon!“ macht auf das Projekt aufmerksam.

 

Fazit

Die Aktion dauerte ein ganzes Jahr an, wurde auf dem Jahresmeeting 2009 an die Jugendlichen getragen, sodass beim Jahresmeeting 2010 Ergebnisse gesichtet werden konnten.
Und sie übertrafen sich selbst: Gemeinsam sammelten sie Spendengelder in Höhe von rund 55.000 Euro und konnten somit zwei Schulen im Sudan und eine zusätzliche in Äthiopien bauen lassen.

Den ersten Platz im Wettbewerb machte der MJ-Kurs West 2010. Ihr erster Platz war eine Reise nach Äthiopien, um sich ein Bild von der Situation vor Ort machen zu können. Die Jugendlichen setzen sich auf diese Weise mit Armut und Entwicklungszusammenarbeit auseinander, zeigen sich solidarisch mit Kindern, die es nicht so einfach im Leben haben und beweisen durch ihr Engagement ein hohes Potential an Courage.